
Wie man die Infrarotheizung für die Verwendung mit Elektronikkleber richtig einstellt
Wenn Sie jemals ein Smartphone repariert haben, kennen Sie die Herausforderungen. Man muss gegen Klebstoffe kämpfen, die eigentlich dafür konzipiert sind, nicht loszulassen. Um diesen Klebstoffen zu helfen, schnell weich zu werden – ohne dabei den Akku zu zerstören oder das OLED-Display zu beschädigen – verwenden wir Infrarot-Heizlampen.
Aber es gibt einen wichtigen Punkt: Die Heizung funktioniert nur dann, wenn die Lampe und der Klebstoff übereinstimmen.
Es geht um die „Passung“
Nicht alle Arten von Wärme sind gleichwertig. Man kann sich das wie einen Schlüssel und ein Schloss vorstellen. Jeder Klebstoff hat einen bestimmten „Absorptionspeak“. Wenn man eine Lampe mit einer Wellenlänge verwendet, die vom Klebstoff nicht erkannt wird, prallt die Energie einfach ab oder dringt nicht in den Klebstoff ein. Dadurch wird Energie und Zeit verschwendet.
Wenn man die Wellenlänge der Infrarotlampe auf die molekularen Schwingungen des Klebstoffs abstimmt, passiert das Wunder: Die Energie gelangt direkt in das Material. Es ist nicht notwendig, die Luft oder das gesamte Gehäuse des Handys zu erhitzen. Man erreicht einfach die Glasschmelztemperatur und der Klebstoff wird weich.
Die Wahl der Lampe – und die damit verbundenen Risiken
Wir verwenden in der Regel Kurzwellen- oder Mittelwellen-Infrarotlampen. Kurzwellen-Infrarotlampen sind besonders effektiv – sie erzeugen eine hohe Wärmestärke. Doch sie sind auch gefährlich: Sie können tiefer in das Material eindringen, als man möchte. Wenn man zu nahe kommt oder die Zeit nicht richtig eingehalten wird, kann das Display beschädigt werden. Man muss also genau darauf achten, welche Entfernung man halten muss, damit die organischen Schichten des Displays nicht beschädigt werden.
Die Anwendung in der Praxis
Das Einsetzen dieser Lampen in einen engen Arbeitsraum kann schwierig sein. Wir verwenden gezielte Reflektoren, um den Strahl genau dorthin zu lenken, wo sich die Klebestelle befindet.
Auch die Stromversorgung ist wichtig – man braucht etwas Stabiles. Wenn die Spannung schwankt, wird die Aushärtung ungleichmäßig. Dadurch entsteht „unvollständig ausgehärteter“ Klebstoff – und genau das führt dazu, dass das Display bereits wenige Tage nach dem Besuch beim Kunden beschädigt wird.